Das Saarland

Das Saarland heißt "Saarland" bereits seit 1935.

Dennoch hat sich das "Saargebiet", so hieß es gemäß Versailler Vertrag von 1920, im Sprachgebrauch der Älteren und vieler Nicht-Saarländer gehalten.

Sprachliches Überbleibsel einer wechselvollen Geschichte. Besonders in den letzten 200 Jahren, in denen die Menschen hier insgesamt achtmal ihre Nationalität wechselten. Ein Volk in ständiger Bewegung.

Die geschichtlichen Zeugnisse im Land reichen aber noch weit über diese Zeit hinaus zurück.

Im deutsch-französischen Grenzgebiet bei Rheinheim-Bliesbrück kann der Besucher z.B. Reste einer gallo-römischen Stadt besichtigen; in Perl-Nennig wurde ein Fußbodenmosaik einer römischen Villa freigelegt; es kann zu den größten und schönsten seiner Art nördlich der Alpen gezählt werden. Ansonsten bietet das Saarland für interessierte Besucher eine Fülle historischer Bauten, Museen, Galerien und Theaterereignisse. Wie zur vorindustriellen Zeit wird das Saarland von ausgedehnten Wäldern, Feldern und Wiesen dominiert; die Schwerindustrie früherer Zeiten ist praktisch verschwunden.

Wen es jedoch interessiert, der kann sich in der zum Museum umgestalteten Gebläsehalle des UNESCO-Weltkulturerbes "Alte Völklinger Hütte" die Maschinengiganten bestaunen, die vor vielen Jahrzehnten im Saarland den Pulsschlag der Arbeitswelt bestimmten.